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Punk-Foto: Brandenburg, 1986. Ein Bild, zu dem noch jede Menge Infos fehlen

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Bild 57 von 102 aus Album DDR 1986

Das Bild wurde aufgeladen von Bambino

vorwaerts
Foto/Aufnahme von: unbekannt +++ Jahr: 1986 +++ Ort: Brandenburg +++ Anlass: unbekannt

Es wurden 3 Kommentare zu diesem Bild geschrieben

Imad...is klar
daneben "FLEISCHER"
Thilo aus Leutzsch
Eddy!....falls Du das mal liest
hier Hendrik
Kontakt:
Herrratlos@live.de

... Hendrik (30.04.2011)

Als 1990 die ersten Gerüchte über Imaads STASI-Verstrickungen bis nach Dortmund vorgedrungen sind, habe ich plötzlich vieles klarer gesehen. Z. B. wieso die STASI im Jahre 1985 innerhalb kürzester Zeit so gut über meinen Kontakt zu Bernd Stracke, dem Sänger der Leipziger HC-Band "L'Attentat", infomiert war. Kein Wunder: Die STASI selber spielte bei „L‘Attentat"Gitarre: Eben jener Imaad. Zum Hintergrund: 1985 ist in meinem FOH-Fanzine (Nr. 2) unter der Headline „Leipzig Punx: Ein Bericht vom tragischen Untergang“ eine Bestandsaufnahme über die damalige Punk- und Skinhead-Szene in der DDR erschienen. An sich waren Szeneberichte ja nichts besonderes,- aber, und das war in diesem Fall wirklich ein Novum in der westdeutschen Fanzineszene, weil es bis dahin noch keinen so authentischen Szenebericht aus Honnekers DDR gegeben hatte. Authentisch, weil Bernd Stracke, der Autor dieses Artikels, nicht nur DDR-Bürger war, sondern auch Szene-Insider mit Kontakt zu fast allen wichtigen Punk-Bands der DDR, wie z. B. SCHLEIMKEIM aus Erfurt, PLANLOS, NAMENLOS und UNERWÜNSCHT aus Ostberlin, ZUCHT aus Leipzig oder PARANOIA aus Dresden. Bis dahin hatte ich ja immer gezweifelt, ob es in der DDR überhaupt eine aktive Punkszene geben würde, bis ich im März 1985 einen Brief von Bernd in meinem Briefkasten fand, der meine Zweifel beseitigte. ‭Es folgte ein reger Briefkontakt‬ ‭zwischen Dortmund und Leipzig, in deren Verlauf ich Bernd den Vorschlag machte, für mein Fanzine einen Bericht über die DDR-Szene zu schreiben. ‬Hätte ich damals gewusst, dass Bernds Szene-Report zu einem Politikum werden würde, das STASI (DDR-Staatssicherheit) und DDR-Justiz auf den Plan rufen sollte, dann hätte ich ihm dieses Angebot nicht gemacht. Noch weniger, wenn ich geahnt hätte, dass Imaad, der mir mehrfach über Bernd „herzliche Grüsse" ausrichten liess, ein STASI-Spitzel war. Jedenfalls wurde Bernd sieben Wochen nach dem Erscheinen seines Artikels im “FOH” wegen “illegaler Kontakte und Nachrichtenübermittlung ins nichtsozialistische Ausland” (das war Dortmund) und “Herabwürdigung von staatlichen Organen der DDR” von der STASI verhaftet und nach zwei Monaten U-Haft zu mehreren Jahren Gefängnis verurteilt. Kurz nach seiner Verhaftung, wurde auch Bernds Freundin Marlies verhaftet, u. a. weil sie mir in einem Brief Bernds Verhaftung mitgeteilt hatte. Und zu mehreren Monaten Knast auf Bewährung verurteilt. Das man auch sie verhaftet hatte, habe ich wiederum von Imaad erfahren.

... Günter Gruse (13.12.2010)

Stasi-Imaad

... EDDY (12.12.2010)

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Ihr braucht also keine großen Knüppel herauszuholen oder mir auf die eine oder andere Weise drohen oder gar juristisch etwas erzwingen. Das läßt sich auch anders ganz unspektakular regeln. Bilder von Einzelpersonen nehme ich bei Bedarf raus; als Teil einer Gruppe kann ich Gesichter problemlos unkenntlich machen.

Ansonsten appelliere ich an alle damals Beteiligten, diesem einzigartigen Dokument der Zeitgeschichte keine Steine in den Weg zu legen. Hey - Ihr wart Teil der großartigsten Subkultur der Welt! Stattdessen solltet Ihr helfen, dieses Archiv weiter wachsen zu lassen - es gibt nichts vergleichbares im Internet! Und wollt Ihr wirklich, daß die Wurzeln des Punk einfach vergessen werden? Wenn Ihr dennoch wollt, daß Eure Bilder entfernt werden, lest bitte zunächst dies hier!

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Punk-Foto: Hannover, 1995, Chaos-Tage. Ein Bild, zu dem noch jede Menge Infos fehlen